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Pressebericht Konzert 2011
Freude an der Musik
Gute Nachwuchsarbeit, ein experimentierfreudiger Dirigent und ein abwechslungsreiches Programm – das waren die Zutaten für das Erfolgsrezept beim diesjährigen Herbstkonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen in der Emstalhalle.
Von Dr. Rüdiger Fluck

Das Nachwuchsorchester mit Herbert Gerlach. Foto: R. Fluck
Brechen-Oberbrechen. Bei diesem Konzert kamen sowohl die Freunde traditioneller Blasmusik als auch die Liebhaber anspruchsvoller symphonischer Musik für Blasorchester auf ihre Kosten: Nach der Eröffnungsfanfare "Blue Ridge Summit" mit viel Trommelwirbel unterlegt und der Begrüßung des Abteilungsleiters des Musikzuges Andreas Lindemaier folgte mit dem schwungvollen und majestätischen Krönungsmarsch aus der Oper "Der Prophet" von G. Meyerbeer ein majestätischer Einstieg in das Konzertprogramm in Oberbrechen.
Danach gab das Nachwuchsorchester des Musikzuges einen Einblick in seine Arbeit und seinen Leistungsstand mit den Stücken "Blond & Swedish" und "Accidentally in love". Unter der musikalischen Leitung von Herbert Gerlach zeigten die jugendlichen Bläser, wie reizvoll Blasmusik auch im modernen Gewand sein kann, wenn man als Anfänger bereits schon so ein geschlossenes Klangbild zustande bringt.
Der Komponist Jacob de Haan hat mit seinem imposanten Werk "Dakota" die Kultur und Geschichte dieses Indianerstammes in fünf Sätzen musikalisch dargestellt. Besonders eindrucksvoll erklang der scharf akzentuierte Satz von der Büffeljagd, aber auch der langsame und geheimnisvolle Geistertanz.
Film und Musical
Filmmusik und Musicalmelodien sind ein Schwerpunkt im Repertoire des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Oberbrechen. Herbert Gerlach und seine Musiker zeigten eindrucksvoll, wie es klingen kann, wenn man diese bekannten Songs und Melodien in Blasmusik überträgt und übersetzt; wie bei "Alice im Wunderland" mit schöner Tongebung und melodischer Eleganz oder bei "Die Schöne und das Biest" und dem "Tanz der Vampire" dessen Dynamik das Orchester sehr ansprechend wiedergab.
Zahlreiche Filmmusiken hat der italienische Komponist Ennio Morricone geschaffen; besonders durch seine Italo-Western ist er bekannt geworden. Beim "A Morricone Portrait" hoben die Bläser besonders die getragenen Melodienbögen der weit ausladenden Klänge, denen meist etwas Geheimnisvolles anhaftete, hervor.
Beim Satz "Rock it", mit punktgenauen Einsätzen und mitreißendem Temperament zeigte sich das Orchester in bester Spiellaune. Der argentinische Konzertmarsch "San Lorenzo" hat eine lange Geschichte; temperamentvoll und mit schwungvoller Eleganz präsentierte sich hier das Blasorchester, noch heute umrahmt dieser Marsch die Wachablösung beim Buckingham Palace in London.
Zum Schluss standen bekannte Polka Tänze wie die Buntspecht-Polka, die Sakvicka-Polka und die Amboss-Polka auf dem Programm. Hierbei zeigten die Musiker eindrucksvoll, wie gute Laune klingen kann. Gut zu hören und zu erkennen war hierbei die schöne Mischung zwischen den kraftvollen Stimmen des Blasorchesters mit den verspielten Läufen und Verzierungen der Klarinetten und Querflöten.
Ein nicht alltägliches Konzert, bei dem Natasja Gerlach charmant und mit vielen Informationen für das Publikum durch ein Programm führte, das mit klassischen Werken und modernen Originalkompositionen die ganze Bandbreite der heutigen Blasmusik aufzeigte.
In seiner Laudatio würdigte der Bürgermeister Werner Schlenz (parteilos) die Verdienste von Klaus Kremer, der für 20-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet wurde, als 1. Flügelhornist zu den Stützen des Orchesters zählt, darüber hinaus ist er im Vorstand als Schriftführer tätig ist. Er gehört auch der bekannten Blaskapelle "Böhmmähranka und einer Alphornbläsergruppe an. Ein solches Engagement sei in der heutigen Zeit nicht mehr selbstverständlich, so Schlenz.
Artikel vom 11. November 2011, 03.23 Uhr (letzte Änderung 11. November 2011, 05.03 Uhr)